Gute Züchter erkennt man an guten Ergebnissen???
Ich denke eher, man erkennt sie daran,
wie sie mit schlechten umgehen!

 

Abby & Katrine

Es bleibt die Einsicht, dass züchterischer "Mainstream" nicht der Weg dieses Zwingers sein kann. Unser Fokus liegt auf der Suche nach bisher unbekannten jagdlich und auch sonst guten Hunden.

Es ist schon ein Phänomen, dass im Ursprungsland England jährlich ca. 50.000 Labradorwelpen beim Kennel Club eingetragen werden - viele davon auch jagdlich geführt. Und trotzdem ist die Zuchtbasis bei den deutschen AL-Labradors erschreckend klein. Die hängt sicher auch mit den Zuchtstrategien der Kennel zusammen, die sich vom Kontinent aus verfolgen lassen (so gibt es immer wieder "runs" auf die Gewinner von Championships und Field Trials) und sie sind in den Ahnentafeln allgegenwärtig. Aber eigentlich ist ja kein Importeur gezwungen, nur diese Hunde aufzukaufen.

Mal ab von der Frage, ob DAS wirklich der Typ Hund ist, der für hiesige Haltungsbedingungen optimal ist, besteht in jedem Fall das Problem der genetischen Verarmung.

Bis auf den ersten eingesetzten Deckrüden - wo es gute Gründe gab - hatte kaum einer der von mir ausgewählten Deckrüden einen Championtitel zum Zeitpunkt der Belegung meiner Hündin (bei Herbie bin ich mir nicht ganz sicher). Die anderen haben ihn erst später geholt (Conneywarren Spike, Justlike Ian Woosnam, Whillanbek Tinker, Pocklea Braken Berry, Cynhinfa Emperor) oder der Rüde stand "nur" im Jagdeinsatz (TWD Bolo, Ertebølles Bernhard). Es war aber durchaus das Potential zu erkennen bei allen.

Absolut nicht zu erkennen ist allerdings, ob der Rüde wirklich zur jeweiligen Hündin passt und da erlebt man durchaus auch schon mal Überraschungen - auch wesensmäßig. Da ist auch ein Titel leider keine Gewähr.

Im Interesse der Rasse finde ich ein Abweichen vom "Mainstream" deshalb nicht die schlechteste Strategie...